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25.10.10

Reifen-Tipps


Sie sind das wichtigste Bindeglied zwischen Straße und Auto. Doch selten wird ihnen die Aufmerksamkeit geschenkt, die sie verdient haben - Ihren Reifen. Hier finden Sie jede Menge Tipps für mehr Sicherheit, zu Reifenwechsel und Lagerung, sowie weitere interessante Themen rund ums Rad.

Reifenkennzeichnung

Wer kennt Sie nicht, die Zahlen und Buchstaben auf den Reifen. Doch nur wenige wissen, was sie alle bedeuten. Dahinter verbergen sich wichtige Informationen, die Ihnen z.B. Auskunft über das Alter eines Reifens oder die zulässige Höchstgeschwindigkeit geben. Eine typische Reifenkennzeichnung lautet z. B. 205/55 R 16 91 V.

Diese Größenbezeichnung bedeutet:

Profil

Beim Abbremsen auf nasser Fahrbahn verlängert ein fehlender Millimeter Profiltiefe den Bremsweg schnell um unzählige Meter. Daher sollten Sie in regelmäßigen Abständen den Standard-Check mit der 1-Euro-Münze durchführen. Der goldene Rand gibt Ihnen dabei einen groben Anhaltspunkt. Ist er ungefähr auf gleicher Höhe wie das Profil, beträgt die Profiltiefe etwa 3,5 mm. Und obwohl der Gesetzgeber eine Mindestprofiltiefe von nur 1,6 mm vorschreibt, raten die Experten führender Reifenhersteller schon ab 3 mm zum Wechsel.

Warum sehen Sie hier:

Reifendruck/Luftdruck

Alles was Sie tun müssen ist für den richtigen Luftdruck zu sorgen. Überprüfen Sie den Luftdruck in regelmäßigen Abständen. Denn nur bei korrektem Reifendruck sind gleichmäßiges Abrollen, niedriger Verschleiß und optimale Verbrauchswerte gesichert. Doch nur bei korrektem Reifendruck sind gleichmäßiges Abrollen, niedriger Verschleiß und optimale Verbrauchswerte gesichert. Den vom Fahrzeughersteller empfohlenen Luftdruck finden Sie entweder in der Tankklappe oder auf einem Aufkleber im Türrahmen.
Der Einfluss des Reifenfülldrucks auf:Reifendruck ist:
zu niedrigkorrekt0,2 bar höherzu hoch
Laufleistung--++---
Hochgeschwindigkeitsfestigkeit--+++++
Tragfähigkeit--+++++
Rollwiderstand--+++++
Komfort+++---
Aquaplaning-++++
Fahrstabilität--++++
Lenkverhalten--+++-


Zusätzlich sollten Sie auf Folgendes achten:
  • Der Luftdruck sollte am kalten Reifen gemessen werden.
  • Korrigieren Sie den Luftdruck nicht am warmen Reifen (da ein Luftdruckanstieg während der Fahrt normal ist).
  • Der Luftdruck muss an einer Achse gleich sein und darf nur zwischen Vorder- und Hinterachse unterschiedlich sein.
  • Um das Ventil vor Undichtigkeit durch Staub und Schmutz zu schützen, müssen die Ventilkappen fest aufgeschraubt sein.
  • Fehlende Ventilkappen sollten sofort ersetzt werden.

Haltbarkeitsdatum

Hätten Sie es gewusst? Nicht nur bei Lebensmitteln, sondern auch bei Ihren Reifen sollten Sie auf das Haltbarkeitsdatum achten. Denn die Reifenmischung ist neben den hohen Belastungen des Alltags auch natürlichen Alterungsprozessen unterworfen. Neuwertig darf sich ein korrekt gelagerter, unbenutzter Reifen übrigens nur bis zu einem Alter von fünf Jahren nennen. Grundsätzlich gilt: Ab einem Alter von sechs Jahren sollte man benutzten Reifen – je nach Laufleistung – erhöhte Aufmerksamkeit widmen. Nach zehn Jahren ist endgültig Schluss: Spätestens jetzt stellt der Reifen ein Sicherheitsrisiko dar. Die so genannte DOT-Kennziffer sagt Ihnen, wie alt ein Reifen ist. Die ersten beiden Ziffern der vierstelligen Zahl stehen für die Kalenderwoche, die letzten beiden Ziffern geben Aufschluss über das Herstellungsjahr. Ein Reifen mit der Nummer 0603 wurde demnach im Februar 2003 produziert.

Vorteil Sommerreifen/Winterreifen

Für diese Erkenntnis braucht es keinen Wetterdienst: Im Sommer ist es grundsätzlich eher wärmer und im Winter meistens kälter – in unseren Breitengraden jedenfalls. Aber wo liegt der Unterschied zwischen Sommer- und Winterreifen? Antwort: Die Mischung macht’s. So ist die Gummimischung eines Winterreifens weicher, um bei den niedrigen Temperaturen bessere Haftung zu bieten. Bei höheren Celsiusgraden – ab ca. 7° C – nimmt der Verschließ bei dieser Mischung zu und es sollte auf Sommerreifen gewechselt werden. Ihre härtere Mischung ist ideal bei höheren Temperaturen und Hitze, sie gewährleisten guten Grip bei weicherem Asphalt und sie hält den Bremsweg kurz.

Bremswegvergleich Sommer-/Winterreifen
Der Sommerreifen verkürzt den Bremsweg beim Bremsen mit ABS von 90 km/h auf 20 km/h um 4,8 m; das ist mehr als eine Fahrzeuglänge des Opel Astra.

Reifenschutz

Damit Sie möglichst lange Freude an Ihren Reifen haben, sollten Sie neben dem regelmäßigen Überprüfen des Reifendrucks und der Profiltiefe Folgendes beachten:
  • Vermeiden Sie den Kontakt mit Öl, Kraftstoff, Fetten oder Chemikalien; sie können das Gummi brüchig und wasserdurchlässig machen.
  • Fahren Sie stets langsam und im stumpfen Winkel über Bordsteinkanten.
  • Fragen Sie bei Fremdkörpern im Reifen immer einen Fachmann.
  • Halten Sie bei der Fahrzeugwäsche mit Hochdruck-Reinigungsgeräten einen Mindestabstand von 20 cm ein.
  • Denken Sie immer daran, dass einmal aufgetretene Schäden an Ihren Reifen nicht wieder zu reparieren sind.

Reifeneinlagerung

Dass man sich um die Reifen am Fahrzeug kümmern muss leuchtet ein. Aber auch die abmontierten Reifen kann man nicht einfach in den Keller legen und sich selbst überlassen. Daher sollten Sie Folgendes bei Reifenwechsel und -einlagerung berücksichtigen:
  • Beschriften Sie die abmontierten Reifen mit Kreide (z.B. VR für – vorne rechts und HL für hinten links).
  • Reinigen Sie die Reifen gründlich, um sie von Splitresten zu befreien.
  • Lagern Sie die Reifen in einem trockenen, dunklen und möglichst kühlen Raum.
  • Reifen mit Felgen sollten Sie beispielsweise auf eine Holzpalette legen oder hängend lagern.
  • Reifen ohne Felgen sollten Sie senkrecht aufstellen und etwa einmal im Monat etwas drehen, um Druckstellen zu vermeiden.
Tipp: Geben Sie Ihre Winterräder/-reifen einfach im Reifenhotel ab. Ihr Opel Service Partner kümmert sich um die fachgerechte Lagerung und erinnert Sie gerne an den nächsten Reifenwechsel.

Laufleistung

Richtiger Luftdruck, ausreichende Profiltiefe und fachmännische Lagerung sind längst nicht alles. Es gibt noch ein paar Tricks mehr, wie Sie die Laufleistung Ihrer Reifen optimieren können. Wussten Sie beispielsweise, dass die Räder der Antriebsachse stärker abgenutzt werden? Bei einem Reifenwechsel achtet Ihr Opel Service Partner darauf, dass Vorder- und Hinterräder getauscht werden. Nur so wird ein gleichmäßiges Abfahren gewährleistet. Zusätzlich wird die Auswuchtung der eingelagerten Reifen überprüft, um unnötige Abnutzungen an Fahrzeugteilen zu vermeiden.

Montage

Überlassen Sie die Reifenmontage dem Fachmann. Ihr Opel Service Partner hat nicht nur das richtige Werkzeug, sondern auch die technische Ausrüstung, um ein optimales Fahrverhalten zu gewährleisten. Bei fehlerhafter Montage oder dem Aufziehen eines Reifens mit einem Schraubenzieher können Sie nicht nur Reifen und Felge verletzen, sondern auch sich selbst.

Reinigung

Reifen werden grundsätzlich sofort schmutzig und müssen daher nicht gereinigt werden? Falsch! Auch Ihre Pneus müssen gesäubert werden und das nicht nur zur Einlagerung. Am besten Sie verwenden klares Wasser mit ein bisschen Seife oder Spülmittel. Scharfe Reinigungsmittel, Lösungsmittel oder Öle hingegen schaden der Gummimischung. Und für den Fall dass Sie ein Hochdruck-Reinigungsgerät benutzen, sollten Sie darauf achten den Mindestabstand von 20 cm einzuhalten.

Reserverad

Viele Autofahrer erleben bei einer Reifenpanne eine böse Überraschung. Das Ersatzrad hat keine Luft oder es passt nicht, weil die Schraubenanzahl nicht zu den nagelneuen Alufelgen passt. Daher unser Tipp: Werfen Sie beim nächsten Ölcheck einen kurzen Blick auf das Reserverad. Reicht der Luftdruck aus? Stimmt die Lochanzahl mit denen der Felgen überein? Und verfügt es über die gesetzlich vorgeschriebene Mindestprofiltiefe?

Reifenersatz

Unsere Tipps helfen sicherlich das Leben Ihrer Reifen zu verlängern. Doch irgendwann machen auch gepflegte Pneus schlapp. Und auch beim erforderlichen Reifenersatz gilt es einiges zu beachten:
  • Verwenden Sie nur Reifen, die im Fahrzeugschein Ihres Pkws aufgeführt sind.
  • Reifen, die nicht im Fahrzeugschein stehen, müssen Sie nachträglich vom TÜV genehmigen lassen.
  • Verwenden Sie niemals Reifen verschiedener Hersteller gleichzeitig (es kann sonst zu Beeinträchtigungen der Brems- und Fahreigenschaften kommen).
  • Tauschen Sie nach Möglichkeit auch das Reserverad.
  • Erneuern Sie Reifen mindestens achsweise.
  • Wechseln Sie beim Reifentausch auch die Ventile aus.
  • Achten Sie auch auf mögliche Laufrichtungsvorgaben.

Neureifen

Auch wenn die Preise oftmals verlockend sind – grundsätzlich sind Neureifen Gebrauchten vorzuziehen. Sie erzeugen weniger Nebengeräusche, sie rollen runder ab und bieten durch die höhere Profiltiefe ein Höchstmaß an Sicherheit. Selbst runderneuerte Reifen können innere Schäden haben, die in schlimmen Fällen zum Platzen der Reifen führen können.

Tipp: Wie ein Motor müssen auch Reifen eingefahren werden. Achten Sie daher darauf, die ersten 200 – 300 Kilometer bei mittlerer Geschwindigkeit zu fahren, um die Oberfläche der Neureifen anzurauhen.

Tipps und Tricks beim Gebrauchtwagenkauf


Wenn das Wunschmodell erst einmal ausgesucht ist, dann führen viele Wege zum Ziel. Der Vorteil eines Gebrauchtwagenkaufes beim Händler ist die Gebrauchtwagen-Garantie, die ein privater Anbieter nicht offerieren kann.

Um beim privaten Gebrauchtwagenkauf keine unangenehmen Überraschungen zu erleben, sollte man dazu ein paar Dinge beachten.

Wagen genau prüfen
Woran man merkt, dass der Gebrauchte wirklich im Top-Zustand ist oder zumindest sein Geld wert, ob man dem Verkäufer trauen kann oder dieser einen Unfallschaden verschweigt, das merkt man, wenn man oft erst, wenn man den Wagen auf Herz und Nieder prüft.
Damit der Gebrauchte nicht mehr in der Werkstatt ist als auf der Straße unterwegs, sollte man folgende Hinweise vor Vertragsabschluss beachten.

Lackschäden
Erstens sollten Sie genau hinschauen, wo der Lack ab ist.
Ist der Lack ab? Die Lackierung verrät einiges über etwaige Unfälle, Rost und Allgemeinzustand des gewünschten Automobils.

Prüfen Sie die Lackierung bei Tageslicht und prüfen Sie auf Kratzer und Beulen.
Aus einem schrägen Blickwinkel kommt manchmal erst eine Beule zur Sicht.
Suchen Sie gezielt an der Außenhaut entlang, um Nachlackierungen wie Farbnebel, "Orangenhaut" oder Farbunterschiede aufzuspüren, die etwas über die Vergangenheit des Autos verraten.

Ungleichmäßige Spalten und Übergänge an Türen, Motorhaube, Kofferaumdeckel, Kotflügel etc. verraten Unfälle und sollten in jedem Fall Ihr Misstrauen wecken.

Rost und Verschleiss
Radläufe, Unterboden, Auspuff sollten unbedingt auf Rostflecken untersucht werden. Überprüfen Sie Details wie Scheinwerfergläser und Außenleuchten.

Schauen Sie sich in Ruhe den Innenraum an, den Kofferraum und vor allem den Motor.
Auch wenn Sie einen übermäßigen Verschleiß bemerken, sollten Sie in Hab-Acht-Stellung gehen.

Reparaturspuren im Motorraum sollten vom Verkäufer erklärt werden. Des Weiteren sollten Sie prüfen, wie der Zustand der Anbauteile wie z.B. der Batterie ist.

Motor testen
Begutachten Sie Öl-, Wasser- und Säurestand. Vielleicht lässt sich daran ablesen, ob das Fahrzeug gut gewartet ist.

Wenn Sie den Motor laufen lassen, achten Sie darauf, ob das Auto richtig atmet und die Leerlaufdrehzahl konstant ist. Ungleichmäßige oder ungewohnte Motorengeräusche wie Klappern oder Rasseln sollten Sie skeptisch machen.

Formalitäten
Stimmen die Formalien? Sind alle Fahrzeugunterlagen vorhanden? Sind die Angaben im Fahrzeugbrief mit denen des Fahrzeugs identisch? Wurden die Inspektionen und Wartungsarbeiten pünktlich durchgeführt und wurden diese in einem Wartungsheft dokumentiert?

Auch Umbauten sollten dokumentiert sein, denn nachträglich eingebautes Zubehör sollte in die Fahrzeugpapiere eingetragen sein.
Es muss eine Allgemeine Betriebserlaubnis (ABE) vorliegen.

Erscheinen die Zeitabstände und die Kilometerleistung logisch oder kann hier am Tacho manipuliert worden sein?
Machen Sie unbedingt eine Probefahrt, die Ihnen der Vertragspartner unaufgefordert anbieten sollte.

Probefahrt
Vor der Fahrt sollten Sie folgendes beachten:
Existiert eine Probefahrtversicherung, gibt es eine Selbstbeteiligung?

Vergessen Sie nicht, den Fahrzeugschein mitzunehmen.
Nehmen Sie einen Beifahrer mit, der mit offenen Augen und wachen Ohren dabei ist.
Motorgeräusche verraten oft schon bevor Sie losfahren, ob etwas nicht in Ordnung ist. Auch die Motortemperatur kann Mängel anzeigen.

Fahren Sie eine möglichst bekannte Strecke und testen Sie unterschiedliche Fahrsituationen.
Treten während der Fahrt – Radio unbedingt aus - ungewöhnliche Geräusche auf, so sollten Sie vom Kauf Abstand nehmen.

Versichern Sie sich anhand der Fahrzeugpapiere insbesondere des Fahrzeugbriefes, dass der Verkäufer alle Verkaufsrechte am Fahrzeug innehat. Ansonsten verlangen Sie die Vorlage einer schriftlichen Vollmacht.
Zusatzausstattungen bzw. Zubehör, die ebenfalls mitverkauft werden sollen, sollten im Vertrag genannt und ggf. auf einem Beiblatt beschrieben werden.

Lassen Sie sich Zeit!
Grundsätzlich gilt bei der Fahrzeugübernahme: Nehmen Sie sich Zeit!

Und prüfen Sie den Gebrauchten, der als Neuanschaffung vor dem Hause steht, ganz genau.
An getroffene Absprachen sollte sich der Anbieter auch halten.

Nachdem alle Unterlagen auf Vollständigkeit geprüft sind, lassen Sie sich den PKW und dessen Funktionsweise genau erklären. Manchmal hat die Elektronik ihre Tücken, daher ist es sinnvoll, sich die technischen Finessen zeigen zu lassen.

Wie lässt sich der Rückspiegel verstellen, welcher Knopf fungiert als Fensterheber, wo ist die Hupe und wie funktioniert der Blinker.
Klären Sie offene Fragen sofort.
Wenn Sie den Gebrauchten vom autorisierten Fachhändler haben, lassen Sie sich am besten gleich Ihrem Ansprechpartner im Kundendienst vorstellen.

Bezahlen Sie am besten Bar auf die Hand. Alles andere kann zu Komplikationen führen.
Schecks stellen für Verkäufer ein Sicherheitsrisiko dar und werden selten akzeptiert.

Bei hohen Beträgen kann die Geldübergabe bei Ihrem Kreditinstitut erfolgen – so vermeiden sie das Risiko beim Transport einer größerer Summe. Mit der Übergabe der Kaufsumme sollten Sie den Fahrzeugbrief und die Fahrzeugschlüssel erhalten.

Kennzeichen, Steuer und Versicherung
Haben Sie den gewünschten Gebrauchtwagen erst einmal ins Auge gefasst, begutachtet, für gut befunden und bezahlt, dann sind gesetzliche Formalien zu erledigen.
Wenn der Kauf des Gebrauchten eine gemachte Sache ist, dann sollte die Ummeldung auf Ihren Gebrauchten so schnell wie möglich erfolgen. Dafür benötigen Sie zur Vorlage bei der für Sie zuständigen Zulassungsstelle folgende Unterlagen:

  • Fahrzeugbrief
  • Fahrzeugschein und eventuell Stilllegungsbescheinigung
  • Abgasuntersuchungs-Bescheinigung (AU)
  • eine Versicherungsbestätigung (sog. "Doppelkarte")
  • Personalausweis oder Reisepass mit Meldebestätigung
  • Falls Sie nicht selbst zur Zulassungsstelle kommen können, müssen Sie eine dem Beauftragten eine schriftliche Vollmacht erteilen. Der Beauftragte muss sich zudem ausweisen können.

Diese Tipps und Tricks helfen Ihnen beim Gebrauchtwagenkauf. Wenn Sie die oben aufgeführten Punkte beachten, können Sie beim Erwerb Ihres neuen Gefährtes von ihrem Vertragshändler oder Privatanbieter nur erfolgreich sein.
Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, kaufen Sie beim Markenhändler, deren Handelspartner über ein umfangreiches Gebrauchtwagenangebot verfügen und Ihnen meist attraktive Garantieleistungen für Gebrauchte aller Marken bieten.

Aber auch hier gilt natürlich, dass Sie den Wagen auf Herz und Nieren prüfen sollten und evt. einen Profi zur Beurteilung hinzuziehen.
Vielleicht haben Sie einen Mechatroniker im Freundeskreis, der Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite steht.

19.10.10

10 Tipps zum Gebrauchtwagenkauf

1. Wie starte ich am besten?

Wenn Sie sich entschieden haben einen Gebrauchtwagen zu kaufen, haben Sie schon eine gute Entscheidung getroffen. Denn Sie können sich ein fast neues Auto kaufen, ohne die hohen anfänglichen Wertverluste eines Neuwagens hinnehmen zu müssen. Neuwagen verlieren innerhalb eines Jahres oft 20 bis 30 % an Wert. Aber es gibt noch weitere gute Gründe sich für einen Gebrauchtwagen zu entscheiden.

  • Sich einen Gebrauchtwagen zu kaufen bedeutet, dass Sie sich ein Auto mit z.B. besserer Ausstattung leisten können
  • Die Flut an Leasingrückläufern, Mietwagen, Tageszulassungen und Vorführwagen sorgt für ein großes Angebot an jungen Gebrauchtwagen
  • Sie können mit einem größeren Verhandlungsspielraum als bei Neuwagen rechnen.

Die klassischen Gründe gegen Gebrauchtwagen, gelten heute kaum mehr:

  • Gebrauchtwagen sind heute viel zuverlässiger als früher.
  • Viele junge Gebrauchte haben noch Gewährleistung.
  • Viele Hersteller bieten darüber hinaus lange Herstellergarantien an.
  • Gebrauchtwagenhändler geben eine zusätzlich Gewährleistung.
  • Die Zinsen für einen kreditfinanzierten Gebrauchtwagen sind niedriger.
  • Wenn Sie Ihren Gebrauchten von privat kaufen, können Sie meist einen noch besseren Preis aushandeln.

Mit einem Gebrauchtwagen können Sie zwar keine Trends setzen – aber Sie können sich freuen eine gute Entscheidung für Ihre Brieftasche getroffen zu haben.

2. Wie finde ich den passenden Gebrauchtwagen?

Viele haben schon ein bestimmtes Modell im Kopf. Dies ist ein guter Augenblick sich noch einmal zu fragen: „ Kann ich mir diesen Wagen leisten?“ In Punkt 5 werden wir Ihnen aufzeigen was für ein Auto Sie sich leisten können. Jetzt sollten Sie erstmal sicher gehen, dass Ihr Wunschauto nicht offensichtlich Ihr Budget überschreitet und Ihren tatsächlichen Bedürfnissen entspricht. Mehr zu diesem Thema finden Sie in unserem Artikel 10 Tipps zum Neuwagenkauf.

Vielleicht müssen Sie ihre Suche etwas ausweiten. Beziehen Sie auch andere Marken in der gleichen Klasse mit in Ihre Auswahl ein. Wenn Sie sich z.B. für einen VW Golf interessieren, könnten Sie auch am einen Blick auf Konkurrenzmodell wie den Toyota Auris oder den Kia Céed werfen. Diese Autos wurden speziell für den europäischen Markt entwickelt und bieten oftmals eine bessere Ausstattung zu einem geringeren Preis.

3. Wie kann ich den Preis runterhandeln?

Die Preise für einen Gebrauchtwagen hängen vom Zustand, von der Ausstattung und Farbe von der Kilometerleistung, vom Standort und von der Beliebtheit des Modells ab. Natürlcih wollen Sie ein Auto das zuverlässig ist und sich gut fährt. Aber muss es auch das Auto sein, das jeder haben will? Wenn ja, dann müssen Sie auch bereit sein deutlich mehr zu zahlen. Oftmals unterscheiden sich Autos in der gleichen Klasse nur im Image, nicht aber in der Qualität.

Aber wie groß ist der Preisunterschied zwischen beliebten und unbeliebteren Autos, bei vergleichbarer Qualität? Recherchiert man ein wenig die Preise, so fällt auf, dass man für einen zwei Jahre alten VW Passat zirka 2.000 bis 3.000 Euro mehr bezahlt als für einen vergleichbaren Opel Vectra.

4. Lesen Sie Testberichte und Kundenmeinungen

Gute Informationsquellen für Gebrauchtwagen sind die Internetseiten und Gebrauchtwagenreports (als CD-Rom oder Heft erhältlich) des ADAC. Sie beinhalten Informationen zu Preisen, Serien- und Sicherheitsausstattung, Garantien und Wiederverkaufswert. Kurze Testberichte behandeln die Kapitel Karroserie, Fahrkomfort, Antrieb, Sicherheit, Umwelt und Kosten. Schnell erhält man so ein gutes Bild über die Vor- und Nachteile eines bestimmten Gebrauchtwagens.

Im Internet finden Sie zu fast jedem Modell ein eigenes Forum. Besitzer und Enthusiasten diskutieren hier jedes Detail zu ihrem Wunsch-Gebrauchten. Außerdem haben Sie die Möglichkeit Fragen an die Experten in der autoaid.de Community zu stellen. Hier beantworten Ihnen echte Kenner wirklich jede Auto-Frage.

5. Was darf Ihr Gebrauchtwagen kosten?

Sie sollten sich schon Anfang Ihrer Suche überlegen, wie Sie Ihr neues Auto finanzieren wollen. Das bewahrt Sie später vor bösen Überraschungen und hilft Ihnen eine rationale Entscheidung zu treffen die Ihr Budget nicht übersteigt.

Drei wichtige Faktoren müssen Sie dabei bedenken:

Monatliche Raten. Wie hoch darf die monatliche Rate sein, wenn Sie Ihr neues Auto kreditfinanzieren?

Anzahlung. Wieviel Bargeld können Sie für die Anzahlung aufbringen?

Kaufpreis. Die ersten beiden Fragen zu beantworten hilft Ihnen, einen realistischen Preisrahmen zu finden, den Ihr neues Auto nicht überschreiten sollte.

6. Welche Finanzierungsmöglichkeit gibt es?

Es gibt drei Möglichkeiten einen Gebrauchtwagen zu finanzieren.

Barkauf. Dazu brauchen wir nichts zu sagen – besser geht es nicht.

Finanzierung über die Haus- oder Direktbank. In den meisten Fällen empfehlen wir diesen Weg. Die Zinsen sind meist niedriger als beim Gebrauchtwagenhändler und lassen sich im Internet zudem bequem vergleichen. Diese Finanzierungsart gibt Ihnen maximale Flexibilität und die beste Kontrolle bei der Transaktion.

Finanzierungsvermittlung über den Händler. Dieser Weg kann sich für manche Käufer lohnen, hängt aber stark von der Bonität und dem aktuellen Zinssatz ab. In jedem Fall können Sie sich vorher bei einer unabhängigen Quelle über die Konditionen für ein maßgeschneiderten Kredit informieren, und diese dann dem Händler als Gegenangebot vorlegen. Vielleicht geht der Händler dann mit seinem Angebot runter.

Die Finanzierung über eine unabhängige Bank (Haus- oder Direktbank) hat zahlreiche Vorteile:
  • Sie treten als Barzahler beim Händler auf und haben dadurch mehr Verhandlungsspielraum.
  • Sie können die Konditionen von mehreren Banken vor dem Kauf vergleichen.
  • Keine Abhängigkeit von der Händlerfinanzierung.
  • Hilft Ihnen Ihr Budget einzuhalten.
  • Vergleich der Konditionen mit kostenlosen Kreditrechner auf autoaid.

7. Anbieter von Gebrauchtwagen

Es gibt drei Arten von Gebrauchtwagenanbietern:
  • Private Anbieter
  • Vertragshändler
  • Gewerbliche Gebrauchtwagenhändler

Von diesen drei Anbietern machen die privaten Anbieter in der Regel die besten Preise. Private Anbieter sind meist auch die angenehmeren Verhandlungspartner und lassen sich leichter im Preis runter handeln. Nachteil ist, dass Sie auf diese Gebrauchtwagen keine Gewährleistung oder Garantie bekommen.

Hier liegt wohl der größte Vorteil von gewerblichen Händlern. Sie sind verpflichtet ein Jahr Gewährleistung auf Gebrauchtwagen zu geben. Vorsicht bei Gebrauchtwagenhändlern die Wagen „Im Auftrag“ vermitteln. Hier entfällt die Gewährleistung.

Bei Vertraghändlern lässt sich oftmals ein Schnäppchen machen. Viele der Gebrauchtwagen sind Inzahlungnahmen. Die Händler kaufen die Autos oft zu sehr guten Konditionen ein. Wenn Sie den Händlern ein gutes Angebot machen, können Sie vielleicht ein gutes Geschäft machen. Viele Vertragshändler bieten auch geprüfte oder durch TÜV oder Dekra zertifizierte Gebrauchtwagen an. Bei diesen Autos wurde eine gründliche Inspektion durchgeführt, so dass Sie sicher gehen können, dass der Wagen zuverlässig ist.

Sie können Ihre Suche auch im Internet starten. Die größten Gebrauchtwagenbörsen im Internet sind mobile.de - Der Fahrzeugmarkt im Internet und AutoScout24 - Europas großer Fahrzeugmarkt im Internet. Bei beiden Börsen finden Sie über eine Millionen Angebote. Einen guten Überblick über das Angebot in ihrer Nähe finden Sie in den Online-Börsen der lokalen Zeitungen. Die meisten Online-Börsen sind sehr flexibel und erlauben die Suche über Marke, Modell, Ausstattung und Preis. Viele Autohersteller haben mittlerweile eine eigene Gebrauchtwagenbörse auf Ihren Websites integriert. Hier finden Sie das Gebrauchtwagenangebot der angeschlossenen Vertragshändler.

Obwohl das Internet eine faszinierende Informationsquelle ist, sollten Sie auch konventionelle Quellen nutzen. Fragen Sie Freunde oder Verwandte, ob Sie ein gebrauchtes Auto verkaufen. Halten Sie Ihre Augen nach Autos offen, die ein Verkaufsschild im Fenster kleben haben. In vielen Städten gibt es Straßen wo viele Autos geparkt werden, die zu verkaufen sind. Zu guter letzt sollten Sie am Samstag und Sonntag in Ihre Tageszeitung schauen.

Sie können sich im Übrigen viel Zeit sparen, wenn Sie den Verkäufer anrufen, bevor Sie gleich zur Besichtigung losfahren. Mit ein paar gezielten Fragen nach Kilometerstand, Ausstattung, Schäden oder Scheckheft können Sie von vorne herein einige Autos streichen. Vergessen Sie auch nie sich bei Ihrem Anruf den Preis bestätigen zu lassen.

Nachdem Sie den Verkäufer angerufen haben, sollten Sie einen Termin zur Probefahrt vereinbaren. Der Termin sollte tagsüber sein, sodass Sie das Auto genau begutachten können. Fragen Sie auch, ob Sie das Auto von einem unabhängigen Gutachter untersuchen lassen können. Seriöse Verkäufer haben dagegen keine Einwände.

8. Einen Gebrauchtwagen Probe fahren

Ein Gebrauchtwagenkauf sollte immer auch einen genauen Check des Autos beinhalten. Dieser Prozess wird vereinfacht, wenn Sie einen zertifizierten Gebrauchtwagen mit Grantie kaufen. Für diesen Service muss man natürlich zahlen.

Viele Neuwagen werden mit einer 2-jahrigen Gewährleitung bzw. Garantie verkauft. Junge Gebrauchtwagen haben deshalb oft noch eine Herstellergarantie. Sollten Sie innerhalb der Garantiezeit ein Problem mit dem Auto haben wird der Fehler kostenlos behoben. Die Garantien können sich von Hersteller zu Hersteller stark unterscheiden.

Haben Sie starkes Interesse an einem Auto aber Zweifel am technischen Zustand, sollten Sie den Wagen zu einer Werkstatt Ihres Vertrauens bringen. Gute Werkstätten in Ihrer Nähe finden Sie auch mit der Werkstattsuche von autoaid.de. Ein seriöser privater Anbieter wird dagegen keine Einwände haben. Bei einem Händler werden Sie damit wohl mehr Problem haben. Handelt es sich um einen zertifizierten Gebrauchten, brauchen Sie keine Zweifek zu haben.

Wenn Sie sich das erste mal hinter das Steuer setzen, gewinnen Sie einen ersten Eindruck davo , ob Sie sich darin wohl fühlen. Haben Sie ausreichend Kopf- und Beinfreiheit? Sind alle Instrumente und Schalter gut angeordnet?

Versuchen Sie Ihre Probefahrt so zu vereinbaren, dass Sie das Auto mit kaltem Motor testen können. Manche Autos lassen sich mit kaltem Motor nur schwer starten. Sollte das so sein, tritt das Problem immer wieder auf. Lassen Sie während der Probefahrt das Radio ausgeschaltet. Sie sollten sich auf das Motorgeräusch und auf ihre sonstigen Eindrücke konzentrieren.

Bei der Probefahrt sollten Sie außerdem die folgenden Punkte beachten:
  • Beschleunigung
  • Motorgeräusch
  • Leichtgängigkeit des Getriebes
  • Bremskraft
  • Federungskomfort
  • Klapper- und Knarzgeräusche
  • Gepäckvolumen

Während der Probefahrt sollten Sie Ihre sonstigen Fahrgewohnheiten simulieren. Fahren Sie viel in der Stadt? Stehen Sie häufig im Stau? Sind Sie viel auf der Autobahn unterwegs?

Nach der Probefahrt sollten Sie nach dem Scheckheft fragen und ob er Ihnen Servicerechnungen zeigen kann. Prüfen Sie, ob alle Serviceintervalle eingehalte wurden und das Heft ordnungsgemäß abgestempelt wurde. Lassen Sie lieber die Finger von Autos mit Unfallschaden, Austauschmotor oder –getriebe.

9. Wie Sie den Preis drücken

Egal ob Sie Ihren Gebrauchtwagen von einem Händler oder von Privat kaufen, vermitteln Sie ihm, dass Sie bereit sind das Auto sofort bar bezahlen. Starten Sie am besten mit einem Satz wie: „ Ich würde überlegen das Auto zu kaufen, wenn der Preis stimmt.“

Jetzt sollten Sie ein überzeugendes Argument haben, warum der Preis zu hoch ist. Sie können Preise nur gut verhandeln, wenn Sie sich vorher gut über den fairen Wert informiert haben. Das trifft insbesondere beim Gebrauchtwagenkauf zu. Denn hier kann die Preisspanne bei ein und dem selben Modell, aufgrund von Kilometerleistung und Ausstattung, sehr groß sein.

Eine Autobewertung mit Schwacke verrät Ihnen den fairen Gebrauchtwagenpreis. Der Preis wird auf Basis des exakte Zulassungsmonats, der genaue Kilometerlaufleistung und der vollständigen, werksseitigen Sonderausstattung des Fahrzeugs ermittelt.

Gewerbliche Händler haben sehr viel Erfahrung mit Preisverhandlungen. Die meisten Privatanbieter jedoch nicht. Deshalb werden Sie sich auf ganz unterschiedliche Reaktionen gefasst machen müssen. Doch eins haben beide Anbieter gemein – Sie wollen ihr Auto verkaufen. Diese Punkte sollten Sie aber generell beachten:
  • Verhandeln Sie nur mit Leuten die Ihnen seriös vorkommen.
  • Machen Sie ein niedriges, aber realistisches Eröffnungsangebot.
  • Entscheiden Sie von vorneherein wo ihr Limit liegt und steigen Sie rechtzeitig aus.
  • Gehen Sie aus der Tür – der Verkäufer wird Sie aufhalten.
  • Nehmen Sie sich Zeit – Verhandlungen können auch mal eine Stunde dauern.
  • Gehen Sie, wenn Sie müde oder hungrig sind.
  • Reden Sie mit dem Vorgesetzen, um einen noch besseren Preis zu bekommen.

Wenn Sie ins Geschäft gekommen sind, sollten Sie sicher gehen den Kauf ordnungsgemäß abzuschließen. Im letzten Punkt, erklären wir, worauf Sie dabei zu achten haben.

10. Den Kauf abschließen

Wenn Sie bei einem Händler sind, müssen Sie sich nun um die Finanzierungs- und Anmeldeformalitäten kümmern. Wenn Sie den Wagen von Privat gekauft haben, müssen Sie den Kaufvertrag unterschreiben (Uhrzeit und Kilometerstand nicht vergessen!) und die Bezahlung vornehmen. Im Gegenzug zum Geld erhalten Sie alle Papier (Zulassungsbescheinigung Teil I und II) sowie alle Schlüssel vom Verkäufer. Sollten der Wagen noch angemeldet sein, haben Sie eine Woche Zeit den Wagen umzumelden.

Sollten der Wagen abgemeldet sein müssen Sie die Wagen zunächst zulassen. Dafür benötigen Sie eine Versicherungsdoppelkarte, Ihren Ausweis und ein Bankverbindung für die Kfz-Steuer. Der Händler wird auch versuchen Ihnen einige zusätzliche Leistungen, wie Garantieverlängerung oder Serviceverträge, zu verkaufen. Überlegen Sie genau was Sie davon brauchen. In vielen Fällen ist eine Garantieverlängerung aber zu empfehlen. Insbesondere wenn der Wagen keine Herstellergarantie mehr hat.

Wenn der Vertrag unterschriftsbereit ist, sollten Sie ihn noch einmal genau durchlesen. Gehen Sie sicher, dass Sie alles verstanden haben. Zuletzt sollten Sie das Auto noch einmal inspizieren bevor Sie es in Besitz nehmen. Sollten Sie vorher die Behebung von Mängeln vereinbart haben, prüfen Sie, ob diese beseitigt wurden.

Jetzt können Sie beruhigt in den Wagen steigen und Ihr neues Auto genießen.

3.9.10

Tipps für das Mieten einer Wohnung

Lernen Sie die gängigsten Motive der Vermieter kennen

Ihr zukünftiger Vermieter wünscht sich in der Regel:
  • eine gesicherte Mietzahlung,
  • möglichst keine kurzfristigen Mieterwechsel,
  • dass sein Eigentum keinen Schaden nimmt,
  • dass er einen sympathischen Mieter findet,
  • dass der Mieter sich an die Hausordnung hält, also keinen Ärger macht.

Hat ein Vermieter einmal eine schlechte Erfahrung mit einem Mieter gemacht, neigt er vielleicht dazu, bestimmte Bewerber von vorneherein nicht zu akzeptieren. Dies spielt insbesondere bei Privatanbietern eine Rolle.
Vermieter von Wohnungsbaugesellschaften neigen eher dazu, rein sachlich zu entscheiden und senden Ihnen zunächst einen Bewerbungsbogen zu, den Sie dann ausfüllen sollen. Seien Sie also darauf vorbereitet.

Bereiten Sie sich auf den Informationsbedarf des Vermieters vor

Damit müssen Sie rechnen:
  • der Vermieter will Ihre Verdienstsituation überprüfen anhand von Einkommensnachweisen oder direkt durch Kontaktaufnahme zu Ihrem Arbeitgeber,
  • halten Sie eine Kopie Ihres Arbeitsvertrages bereit und/oder die Tel.-Nr. von der Personalabeilung. Ihres Unternehmens oder von Ihrem Chef und informieren Sie Ihren Arbeitgeber vorab über Ihre Wohnungssuche und über mögliche Anrufe von zukünftigen Vermietern.
  • der Vermieter will wissen, wo Sie zur Zeit noch wohnen und wer ihr Vermieter ist, um von Ihrem jetzigen Vermieter zu erfahren, ob Sie die Miete bezahlt haben bzw. ob Mietschulden bestehen:
  • sofern Ihr jetziger Vermieter noch nichts von Ihren Umzugsabsichten weiß, sollten Sie ihren jetzigen Vermieter vor Weitergabe seiner Kontaktnummern an den neuen potentiellen Vermieter informieren und ihm Ihre Umzugsabsichten mitteilen. Fragen Sie Ihren Vermieter, wann Ihr möglicher neuer Vermieter ihn kontaktieren kann und ob Sie seine Telefonnummer oder Emailadresse an den möglichen neuen Vermieter weitergeben dürfen.

Alternativ:
  • Lassen Sie sich von Ihrem jetzigen Vermieter schriftlich bestätigen, dass Sie Ihre Miete stets korrekt bezahlt haben. Diese Bestätigung können Sie dann problemlos kurzfristig dem neuen potentiellen Vermieter zukommen lassen.

Oder wenn Ihr Vermieter nicht erreichbar ist:
  • und Sie Ihre Miete per Lastschriftverfahren oder per Dauerauftrag bezahlt haben, können Sie auch Kopien dieser Aufträge dem neuen Vermieter vorlegen. Gegebenenfalls bestätigt Ihnen Ihre Hausbank auch, in welchem Zeitraum welche Summen abgebucht wurden.

Auch darauf sollten Sie vorbereitet sein
  • sofern Sie kein Inländer sind, will der Vermieter Ihren Pass sehen oder eine Aufenthaltsgenehmigung (diese Unterlagen sollten Sie dann möglichst aktuell zur Einsicht bereithalten),
  • der Vermieter stellt Ihnen ggf. persönliche Fragen nach Ihrer Herkunft, warum Sie umziehen, was Sie beruflich vorhaben, um Sie möglicherweise besser kennen zu lernen (häufig bei Privatanbietern üblich, insbesondere, wenn diese im gleichen Haus wohnen).
  • Wenn Sie die angebotene Wohnung haben wollen: Antworten Sie hier wahrheitsgemäß. (Wenn Sie die Wohnung nicht wollen, aber noch nicht sicher sind, ob Sie eine bessere Wohnung für sich finden werden, rate ich Ihnen zum Ausdruck zu bringen, dass Sie im jetzigen Stadium noch weitere Angebote prüfen wollen und daher diese Frage erst beantworten wollen, wenn Sie sich für diese Wohnung entschieden haben)
  • Sind Ihnen die Fragen zu neugierig, können Sie auch eine freundliche Gegenfrage stellen, z.B. warum es für den Vermieter wichtig ist, diesen Punkt zu wissen. So können auch Sie die Absichten des Vermieters besser kennen lernen. Ist Ihnen eine Frage zunächst unangenehm oder zu neugierig, z.B. nach Ihrem Einkommen oder dem Einkommen Ihrer Eltern dann rate ich Ihnen, hier freundlich und ausweichend zu antworten, etwa indem Sie auf Ihre berufliche Stellung verweisen, oder auf die berufliche Stellung eines möglicherweise für die Mietsicherheit bürgenden Elternteils oder Sie nennen einen zutreffenden Bereich innerhalb dessen Ihr Einkommen liegt.

Halten Sie die entsprechenden Nachweise in aktueller Form bereit.
Sofern Ihnen eine angebotene Wohnung gefällt, macht es einen guten Eindruck, wenn Sie dem Vermieter anbieten, Einkommensnachweise oder Arbeitsverträge gleich einzusehen.

Suchen Sie eine Wohnung in einer Stadt mit Mietwohnungsmangel?
Dann rate ich Ihnen, alle vom Vermieter wünschenswerten Nachweise wie Arbeitsvertrag, Einkommensnachweise, Herkunft, Aufenthaltsgenehmigung ect gleich zum Besichtigungstermin mitzubringen oder in dringenden Fällen vorab dem Vermieter zuzuleiten, denn dort werden Vermieter oft von Mietanfragen zugeschüttet. Hier sind häufig auch Makler beauftragt, den geeigneten Mieter zu finden:
Achten Sie auf Ihr äußeres Erscheinungsbild beim Besichtigungstermin
Sie sollten zu einem Termin mit einem Vermieter möglichst gepflegt erscheinen. Sofern Sie einen Termin beim Friseur einplanen, sollten Sie diesen Termin vorziehen und sich erst danach mit Ihrem potentiellen neuen Vermieter treffen (ich gehöre beispielsweise zu den Leuten, die sofort sehen, wenn jemand frisch vom Friseur kommt und eine gepflegte Frisur beeindruckt mich stets).
Was sollte ich bei Maklerangeboten beachten?
Stammt das Vermietungsinserat von einem Makler, müssen Sie bei Anmietung der Wohnung in der Regel eine Vermittlungsprovision an den Makler entrichten. Ausnahme: der Makler verweist in seinem Mietinserat darauf, dass es sich um ein provisionsfreies Angebot handelt.
In Deutschland berechnet der Makler in der Regel 2 Monatskaltmieten zuzüglich der gesetzlichen Mehrwertsteuer. Der Makler wird dann auch die Besichtigung durchführen und von Ihnen die Unterschrift unter den Mietvertrag einholen sowie die von Ihnen zu hinterlegende Kaution an den Vermieter weiterleiten.
Der Makler sollte Ihnen in jedem Fall den Vermieter benennen können.
In vielen Städten kommen Sie bei der Wohnungssuche um einen Makler nicht herum. Im Gegensatz zu vielen Vermietern sollte sich der Makler in seinem Markt jedoch bestens auskennen. Das sollten Sie nutzen. Fragen Sie nach:
Wie hoch ist die durchschnittliche Miethöhe am Ort,
  • Hat der Makler alternative Wohnungsangebote für Sie,
  • wie schätzt er die Lage ein, welche Infrastruktur ist vorhanden, wie sind hier die Nachbarn,
  • wo können Sie Ihr Auto abstellen, kann er Ihnen einen Stellplatz besorgen?
Beachten Sie, dass der Makler eine Empfehlung an den Vermieter abgibt. Achten Sie also auch auf Ihre „Außenwirkung“ und wählen Sie Ihre Kleidung zu dem Termin mit dem Makler ähnlich wie zu einem beruflichen Vorstellungsgespräch aus. Nicht empfehlen kann ich Ihnen, den Termin beim Makler kleidungskonform wie eine Verabredung zum Joggen oder entsprechend lässig wie zu einem Gang in die Kneipe zu gestalten (Ausnahme: Sie sind Chefarzt , Professor oder gehören einer jener Berufsgruppen an, die in der Bevölkerung hohes Ansehen genießen, dann wird man Ihnen gewisse Nachlässigkeiten eher verzeihen)
Wie gehe ich mit der Maklerprovision um?
Fragen Sie bei Ihrem Arbeitgeber nach, ob er die Maklerprovision übernimmt. Wenn dies nicht der Fall ist, können Sie unter Ihrer Steuernummer bei Ihrem zuständigen Finanzamt anfragen, ob Sie die Provisionsgebühr von der Steuer absetzen können, z.B. dann, wenn die Anmietung der Wohnung beruflich bedingt ist.
Klären Sie mit dem Makler, ob er Ihnen eine Monatsmiete Provision zurückerstattet für den Fall, dass Sie nach einem halben Jahr wieder ausziehen. Ich halte das insbesondere für angebracht, wenn Sie Berufsanfänger sind oder wenn Sie eine Probezeitvereinbarung in Ihrem Arbeitsvertrag geregelt haben.
Was kann ich tun, wenn ich kein geregeltes Einkommen nachweisen kann oder erst noch in der Ausbildung bin?
Hier wollen professionelle Vermieter in der Regel eine zusätzliche Sicherheit für die Mietzahlung, meist in Form von einer Bürgschaft von Ihren Eltern oder nächsten Verwandten oder von Ihrem Auftraggeber. Klären Sie vorab mit Ihrer Familie bzw. mit Ihrer Hausbank, welche Nachweise ohne großen Aufwand dazu erstellt werden können. Es ist durchaus hilfreich, wenn zu der Wohnungsbesichtigung der für Sie möglicherweise bürgende Elternteil mitkommt. Der persönliche Eindruck, den der Vermieter dann von Ihnen gewinnt hilft meistens, formelle Hindernisse zu umgehen und manchmal ist dann die Bürgschaft gar nicht mehr erforderlich.

Soll ich dem Anbieter sagen, was mir an der Wohnung gefällt – oder nicht gefällt?
  • Wenn Sie eine Wohnung besichtigen, die Ihnen spontan zusagt, schadet es nichts, wenn Sie dem Vermieter gleich sagen, dass Ihnen die Wohnung gefällt. Geben Sie ruhig auch dann dieses Feed-back, wenn Sie die Wohnung trotzdem nicht mieten wollen, oder es noch nicht wissen. Das verschafft Ihnen in jedem Fall die Sympathie des Vermieters.
  • Natürlich können Sie auch gleich ankündigen, dass Sie die Wohnung haben wollen. Das erspart Ihnen und dem Vermieter in der Regel Zeit, auch wenn der Vermieter noch nicht weiss, ob er Ihnen die Wohnung vermieten will. Er wird dadurch von Ihnen aufgefordert, sich möglichst rasch festzulegen und Ihnen einen Bescheid zu geben.
  • Auch wenn Ihnen die Wohnung nicht gefällt – sagen Sie es und lassen Sie den Vermieter nicht im Ungewissen. Über ein kurzes Feed-back wird er dankbar sein und sich trotzdem gut an Sie erinnern. Wer weiß, vielleicht begegnen Sie sich ein zweites Mal und dann hat der Vermieter Ihre Traumwohnung...

Was soll ich tun, wenn ich noch mehr Wohnungen ansehen möchte, mir aber die gesehene Wohnung gefällt, oder ich mich nicht sofort entscheiden kann?
Dann brauchen Sie vielleicht noch Bedenkzeit oder es ist die erste Wohnung, die Sie in einer neuen Stadt besichtigt haben, in der Sie sich noch nicht auskennen. Ich meine, Sie sollten sich zumindest insoweit festlegen können, bis wann Sie dem Vermieter Bescheid geben können, ob diese Wohnung für Sie in Frage kommt. Sie sehen dann an der Reaktion des Vermieters, ob er so lange noch warten will. Sicher ist klar, dass Sie den Vermieter nicht länger als eine Woche vertrösten können, außer Sie haben einen besonderen Grund dazu und der Vermieter signalisiert sein Einverständnis.

Soll ich verschweigen, dass ich beim Vorvermieter die Miete gemindert habe oder nicht bezahlt habe?

Zunächst sollten Sie sich klar machen, aus welcher Situation heraus Sie sich so verhalten haben und ob Sie hierbei nach geltendem Recht gehandelt haben oder ob Sie gegen geltendes Recht verstoßen haben. (Zur Klärung dieses Sachverhaltes kann Ihnen sicher ein Anwalt helfen oder ggf. auch die Sprechstunde bei einem Mieterverein.)
  • Sagen Sie in jedem Fall die Wahrheit. Es ist anzunehmen, dass ein professioneller Vermieter diesen Sachverhalt ohnehin schnell erkennen wird und Sie wahrscheinlich nicht bei der Auswahl für die Wohnung berücksichtigen wird . Ich empfehle Ihnen, es mit Ehrlichkeit und Unterstützung weiterer Personen zu versuchen. Nehmen Sie einen Familienangehörigen oder einen guten Freund, der ggf. auch bereit ist, für Sie zu bürgen, zu einer Wohnungsbesichtigung mit. Beraten Sie sich mit Freunden und überlegen Sie, was Sie einem potentiellen Vermieter anbieten könnten, um eine Vertrauensbasis herzustellen und dessen Bereitschaft, Ihnen die Wohnung „trotzdem“ zu vermieten, zu erhöhen.
  • Sie befürchten, dass Sie keine Mietwohnung finden werden? Dann benötigen Sie vielleicht professionelle Hilfe. Wenn es keine finanziellen Gründe für Ihre Sorge sind, sind Sie gut beraten, sich an einen Makler zu wenden. Er kann Sie bei der Wohnungssuche professionell unterstützen.

Autor: Maxi Schwarz

Tipps für die Suche nach einer Mietwohnung


Finden Sie heraus, welche Wohnung Sie sich leisten können/wollen:

Schauen Sie sich einmal die Angebote in unserer Datenbank an und bringen Sie in Erfahrung, mit welcher Miete Sie zu rechnen haben. Achtung: Die Kaltmiete beinhaltet nur einen Teil der Kosten, die auf Sie zukommen. Sie müssen dazu die monatlichen Betriebskosten wie Heizung, Wasser, Müllgebühr etc. hinzurechnen, um Ihre zukünftige Mietbelastung festzustellen.

Wenn in einer Anzeige nur die Kaltmiete genannt ist, sollten Sie daher die Betriebskosten in Erfahrung bringen. Diese Betriebskosten können je nach Standort und Baujahr sogar zusätzlich noch mehr als 50% der Kaltmiete betragen. Dazu kommen dann noch die Kosten, die Sie für Strom, Telefon/Internet und ggf. auch Kabelfernsehen kalkulieren müssen, denn diese Kosten sind in der Regel nicht in der Betriebskostenvorauszahlung enthalten.

Fragen Sie also nach der Warmmiete und nach der Zusammensetzung der Betriebskosten - und kalkulieren Sie dazu noch einen Betrag für Strom, Telefon und Fernsehen, sofern diese Gebühren nicht in den Vorauszahlungen enthalten sind. Da die Betriebskosten in den letzten Jahren überproportional zur Kaltmiete angestiegen sind, nennt man sie auch die „zweite Miete“. Ich empfehle Ihnen bei dieser Rechnung auch daran zu denken, dass die Betriebskosten über die Dauer des Mietverhältnisses ansteigen können. Sie sollten also noch etwas „Luft nach oben“ haben.

Klären Sie Ihr bevorzugtes Wohnungsumfeld:

Ich persönlich finde es wichtiger, in einem passenden Umfeld zu wohnen als in der Superwohnung, bei der das Umfeld für mich nicht stimmt. Wenn Sie als Landmensch in die Großstadt ziehen müssen, dann ist es für Sie vielleicht erträglicher, mit Blick auf einen Park zu wohnen. Oder die Abstände zu den Nachbargebäuden sollten möglichst groß sein. Umgekehrt kann ein Stadtmensch es gut finden, wenn er auf dem Land möglichst nicht weit von einem Einkaufszentrum wohnt. Überhaupt, ist es sinnvoll zu wissen, welche Infrastruktur Sie brauchen, Bsp.:

bestimmte S-Bahn-Station, oder bestimmte Autobahnauffahrt,
Kiosk mit großem Zeitungsangebot,
Bäcker,
Ärztehaus mit bestimmten Therapeuten,
Spielplatz, Sportplatz ..ect.
Sind Parkplätze vorhanden?
Machen Sie sich einfach klar, was Ihr bevorzugtes Wohnumfeld ist und lernen Sie nicht nur die Wohnung, sondern auch ihr zukünftiges Umfeld kennen! In welchem Stadtteil wollen Sie wohnen? Lernen Sie die „Ecken“ Ihrer Stadt kennen. Sicher gibt es für Sie mehrere Orte, wo Sie sich wohlfühlen können!

Klären Sie die Nachbarschaft:

Auch eine gute Nachbarschaft ist viel Wert. Also was sind das für Leute, die in dem Haus wohnen, in dem Sie sich eine Wohnung anschauen? Auch die Nachbarschaft kann für Ihr Wohlbefinden entscheidend sein:

Welche Mieter wohnen im Haus? (Fragen Sie den Vermieter danach! Meint er, dass sie zu der Mieterschaft passen?)
Sind Haustiere erlaubt? (Gut, wenn Sie selbst welche haben, schlecht, wenn Sie z.B. gegen Haustiere allergisch sind)
Könnte das Haus hellhörig sein?
In welchem Zustand ist das Treppenhaus? Ist es Ihnen angenehm oder eher unangenehm?
Welche Düfte nehmen Sie wahr?
Grüßen sich die Leute auf dem Flur?

Bereiten Sie sich auf die Fragen der Vermieter vor

Lesen Sie dazu auch unseren Artikel: Tipps für das Mieten einer Wohnung

Nicht nur in Städten mit Wohnungsknappheit sollte man wissen, worauf Vermieter Wert legen und entsprechend vorbereitet sein: Vermieter wollen in der Regel

wissen, bei welchem Arbeitgeber man beschäftigt ist,
welchen Beruf man ausübt,
gewünschte Mietdauer,
welches Einkommen man hat, und ggf. auch
ob beim Vorvermieter Mietschulden bestehen,
was die Gründe für die Wohnungssuche sind, ggf. auch
Nationalität, Aufenthaltsgenehmigung, Familienstand.
Halten Sie also die entsprechenden Nachweise in aktueller Form bereit.
Achten Sie auf Ihr äußeres Erscheinungsbild beim Termin mit Vermietern oder Maklern!

Es schadet nicht, wenn Sie mit sauberen Schuhen, ordentlicher Kleidung und gepflegter Frisur zur Wohnungsbesichtigung zu erscheinen. Auch der äußere Eindruck zählt!

Autor: Maxi Schwarz